DORNRÖSCHEN Ein König und seine Königin, suchten im Leben nach einem Sinn. Kinder zu haben, das wäre fein! Sie übten schon lang, doch es sollte nicht sein. Eines Tages, die Frau saß am See, hüpfte ein Frosch aus dem Wasser zum Klee. „Frau Königin, Euer Wunsch wird erfüllt, im nächsten Jahr ein Kindlein brüllt“, quakte die Kröte, machte kehrt und sprang aus dem Klee zurück in den schwimmenden Tang. Im Jahr darauf herrschte Glück und Freude, zur Geburt des Mädels kamen zahlreiche Leute. Die weisen Frauen des Königreich`s, man nennt sie auch Feen, durften bei der Feier keinesfalls fehlen! Jedoch, es gab 13 an der Zahl, bei 12 goldenen Tellern, die Qual der Wahl. Uneingeladen blieb eine einzige Weise und das Blut gefror ihr vor Zorn zu Eise. Während die übrigen Feen nur Gutes bringen, will die 13. Dornröschen ein Todeslied singen. Fast schon zu spät, aber unerkannt, schlich die Böse zum Fest und hob ihre Hand. „Königstochter, hör mit zu: 15 Jahre gönn ich dir Ruh. Doch dann soll dich die Spindel stechen, dein Tod wird meinen Unmut rächen!“ Erschrocken war man, stark betroffen. Ein letzter Wunsch war nur noch offen. Die 12. Fee durchbrach ängstliche Stille: „Nein, des Kindes Tod ist nicht mein Wille! Tief und fest schlafen, so lautet mein Segen. 100 Jahre, kein Stückchen bewegen.“ Den König und die Königin traf die Vorhersage schmerzhaft-schlimm. Spinnräder wurden entfernt, verbrannt die Benutzung verboten im ganzen Land. Dornröschen wuchs heran, hübsch, sittsam, beliebt - bis im 15. Lebensjahr ein Unglück geschieht: Allein im Schloss, mit Langerweile erkundet es Alles in großer Eile. Gewendelte Treppen, verschlossene Türen? Königskinder sollten wissen, wohin diese führen! Da saß sie, die Alte, am Spinnrad im Turm und eroberte Dornröschens Herz im Sturm. Neugierig war das hübsche Kind, wollte spinnen lernen, ganz geschwind. Doch kaum hatte es die Spindel berührt, der Finger diesen Schmerz verspürt, sank jegliches Leben im ganzen Schloss, in tiefen Schlaf. Der Kummer war groß und zauberspruchgemäß - von Dauer. 100 Jahre hielt eine Dornenheckenmauer die Prinzen vom Dornröschenschloss fern. Gerettet hätten sie Viele sehr gern, blieben jedoch an den Dornen stecken, kamen nicht durch, um die Schöne zu wecken. Gerade vorbei, das volle Jahrhundert, kam wieder ein Jüngling, samt Pferd und Schwert. Er wollte sie stürmen, die Dornenhecke, da bog das Gestrüpp sich, zurück in die Ecke. Unaufhaltsam ritt der Prinz auf seinem Ross, mittendurch - bis hin zum Schloss Vorbei am schlafenden Koch und am Diener, wollte er Eines nur, dieser Schlawiner: Dornröschen finden. Es küssen, wecken und lieben, mit ihr viele Kinder kriegen. Kaum hatte er berührt, diesen rosigen Mund, waren Alle im Schloss putzmunter- gesund. Und weil dieser Jüngling nicht nur ein Ritter und Retter, sondern ganz nebenbei auch noch ein Netter, übergab man ihm gern Dornröschens Hand und feierte Hochzeit im ganzen Land. Und.... obwohl sie längst gestorben sind kennt die Geschichte (hoffentlich!) jedes Kind .
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